Forschung und Inventarisierung

Im Museum ist die Inventarisierung der Sammlung von entscheidender Bedeutung. Das Sammeln allein hat nur einen begrenzten Nutzen, wenn die Ursprungsdaten nicht dauerhaft festgehalten werden. Diese Ursprungsdaten (u.a. Hersteller, wann und wo in Gebrauch) sind immateriell, aber unverzichtbar für jedes Sammlungsobjekt. Sowohl bei der wissenschaftlichen Erschließung als auch bei Ausstellungen spielen die Ursprungsdaten eine entscheidende Rolle.
In Hohenheim werden seit 1818 landwirtschaftliche #### gesammelt. Bis 1904, mit der Schließung der Ackergerätefabrik, wurden Gegenstände mehrfach in der Hohenheimer Verwaltung erfasst und beschrieben. Danach gestaltete sich diese Aufgabe schwierig, da kein „Museumspersonal“ mehr vorhanden war. Spätere Bestände wurden daher nur noch auf Listen oder Karteikarten beschrieben, die heute nur noch teilweise erhalten sind.

Seit 20#### wird die Hohenheimer Sammlung umfassend erfasst – zum ersten Mal seit 1882! Die Daten aus überlieferten Eingangsbüchern und Listen wurden in einer großen Excel-Liste zusammengeführt, die als Basis für ein neues Inventar dient.

Aktuell sind etwa 7.000 Geräte und Maschinen #### erfasst, die sich in der Sammlung befinden oder befunden haben. Studierende der Universität haben seit #### alle Exponate fotografiert, nummeriert und einfache Beschreibungen erstellt, wo keine weiteren Informationen vorlagen.

Diese Listen werden mit dem vorhandenen Inventar abgeglichen. Bis heute konnten bereits #### Exponate eindeutig identifiziert werden, #### wurden laut Quellen ausgeschieden und #### können wahrscheinlich nie eindeutig identifiziert werden, wie zum Beispiel Rechen. Ungefähr ### Exponate sind noch in Bearbeitung und konnten noch nicht eindeutig identifiziert werden. Die alte Hohenheimer Sammlung von 1845 mit insgesamt 800 Exponaten ist nicht nur im Museum ausgestellt, sondern auch online verfügbar. (LINK ###)

Forschungsergebnisse online

Durch die wissenschaftliche Beschäftigung mit Exponaten wird die klassische Museumsarbeit erst möglich. Viele Forschungsergebnisse sind online auf unseren Datenbanken bei museum-digital zu finden. Siehe LINK ###

Forschungsergebnisse im Goldenen Pflug

Der „Goldene Pflug“ ist die agrarhistorische Zeitschrift für Freunde und Förderer des Deutschen Landwirtschaftsmuseums. Seit 1993 erscheint der „Goldene Pflug“ jährlich einmal mit Beiträgen aus Landwirtschaft und Agrartechnik. Im Frühjahr 2015 mit Ausgabe 37 wurde der „Goldene Pflug“ im neuen Layout präsentiert. Mittlerweile sind 44 (Stand 2022) Ausgaben unserer Zeitschrift erschienen.

Herausgeber des „Goldenen Pfluges“ ist der Förderverein Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim e. V. Der Zeitschriftentitel entstand in Anlehnung an den im DLM ausgestellten „Goldenen Pflug von Hohenheim“, der 1841 an König Wilhelm I. von Württemberg anlässlich seines 25-jährigen Regierungsjubiläums überreicht wurde.

Mitgliedschaften

Der Kontakt mit Kollegen – nicht nur aus dem Agrarbereich – ist wichtig für die akuelle Museumsarbeit. Daher ist das DLM auch in der Museumsszene gut vernetzt. So sind wir Mitglied beim

  • AIMA (International Association of Agricultural Museums)
  • Deutscher Museumsbund
  • Museums-Pass-Musées
  • Museumsverband Baden-Württemberg

und pflegen Kontakte zu

  • ICOM (International Council of Museums)
  • Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland
  • Landesstelle für Museen Baden-Württemberg
  • VDI-MEG Fachausschusses Geschichte der Agrartechnik
  • Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein