Aufgaben eines Museums
Die öffentliche Wahrnehmung des Museums wird insbesondere durch seine publikumswirksamen Ausstellungen und Veranstaltungen bestimmt. Dies sind jedoch nicht die alleinigen Kennzeichen der professionellen Museumsarbeit. Ein erheblicher Teil der originären Aufgaben der Museen bleibt der Öffentlichkeit in der Regel verborgen: das Sammeln, Bewahren und Forschen. Die Ergebnisse der Arbeit in diesen Bereichen sind jedoch die Grundlage für das Ausstellen und Vermitteln – und damit für das öffentliche Erleben der Museumssammlungen.
Deutscher Museumsbund
Sammeln & Bewahren
Sammeln
Das Museum sammelt zielgerichtet landwirtschaftliche Kulturgüter und Archivalien, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren und zu erforschen. Die Auswahl erfolgt nach wissenschaftlichen, historischen und gesellschaftlichen Kriterien – mit Fokus auf technische Entwicklung, kulturelle Bedeutung und Sammlungsrelevanz.
Bewahren
Die Erhaltung von Objekten ist eine zentrale Pflicht. Dazu gehören konservatorische Maßnahmen, Restaurierungen, sicheres Handling und optimale Lagerbedingungen: konstante Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtschutz und Luftreinheit. Die Sicherheit der Gebäude und der Besucher ist ebenso gewährleistet.
Forschen
Im Museum wird nicht nur bewahrt, sondern auch erforscht. Die wissenschaftliche Bearbeitung von Objekten, Gruppen und Zusammenhängen beginnt mit Inventarisierung und Provenienzrecherche. Die Ergebnisse werden dokumentiert, publiziert und in Ausstellungen oder digitalen Medien weitergegeben.
Ausstellen
Die Ausstellung macht die Sammlung sichtbar. Dauer- und Wechselausstellungen präsentieren Themen in neuen Kontexten. Studiensammlungen bieten tiefgehende Einblicke in spezifische Bereiche. Leihgaben erweitern die thematische Bandbreite.
Vermitteln

Bildung und Vermittlung sind Kernkompetenzen. Neben Führungen werden heute digitale Angebote, Schulprogramme und Workshops angeboten. Ziel ist es, Wissen für alle Altersgruppen verständlich und ansprechend zu vermitteln – von Kindern bis zu Experten.
Lernort für Studierende
Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum ist ein lebendiger Lernort für Studierende der Universität Hohenheim und alle Interessierten. Es verbindet Wissenschaft, Praxis und Bildung. Durch direkte Begegnung mit Originalobjekten, Dokumenten und historischen Arbeitsprozessen wird theoretisches Wissen greifbar. Die Sammlung und die Spezialbibliothek dienen als Quelle für Seminare, Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte – besonders in den Bereichen Agrartechnik, Technikgeschichte und nachhaltige Landwirtschaft.