Universität Hohenheim

Individuell und einzigartig: so präsentiert sich die Universität Hohenheim als stark spezialisierte und älteste Universität Stuttgarts.

Gegründet 1818 nach verheerenden Hungersnöten fühlt sich die Universität Hohenheim neben intensiver Grundlagenforschung immer auch der Tradition verpflichtet, innovative Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Anders als andere Universitäten besitzt die Universität Hohenheim dazu einen bundesweit einmaligen Fächerkanon.

Ein gemeinsamer Schwerpunkt in Forschung und Lehre aller Fächer ist die Bioökonomie. Dabei handelt es sich um die Wirtschaftsweise der Zukunft, mit neuen Produkten und neuen Produktionsverfahren, deren Rohstoffe von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen stammen.

Heute ist die Universität Hohenheim Deutschlands Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften. Die Kombination ermöglicht Lösungsansätze aus einem Guss für viele globale Herausforderungen. Deshalb pflegt die Universität ein weltweites Netz mit vielen starken Partnern.

Das DLM als zentrale Einrichtung der Universität Hohenheim

Landwirtschaft hat in Hohenheim eine lange Tradition. Im Jahr 1818 gründete der württembergische König Wilhelm I. in Hohenheim die landwirtschaftliche „Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt“. Er legte damit den Grundstein für die Universität Hohenheim, die heute mit fast 10.000 Studierenden die Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences in Deutschland, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften ist.

Ausstellungstradition seit 1832

Die Anfänge der Sammlungen des DLM gehen auf die „Modellsammlung“, die öffentliche „Schau- und Lehrsammlung“ der Hohenheimer Anstalt, zurück. 1831 bis 1832 wurden die landwirtschaftlichen Geräte, die bereits seit 1818 gesammelt wurden, in eigenen Räumen im Hohenheimer Schloss zusammengeführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1832 wird Sammlung wissenschaftlich betreut und besitzt seither einen eigenen Jahresetat, damals 100 Gulden. Damit gilt das Jahr 1832 als das Gründungsjahr der Sammlung. 1834 erscheint das erste gedruckte „Verzeichnis der in der Werkzeug- und Modell-Sammlung enthaltenen Gegenstände“, 1845 die erste sehr detaillierte „Beschreibung der Modellsammlung“ von Karl Göriz.

Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Sammlung weitgehend magaziniert. Sie wird aber weiterhin als „Lehr- und Schausammlung“ für die Hochschule genutzt.

Gründung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums

Der Gedanke, die alte Sammlung wieder öffentlich auszustellen, geht auf die 1950er Jahre zurück. Die Idee eines modernen Europäischen oder Deutschen Landwirtschaftsmuseums entstand anlässlich einer Pflugschau, die im Rahmen des Weltwettpflügens 1958 in Hohenheim stattfand. In der 1965 neu eingerichteten Halle für Agrartechnik am DLM-Standort Garbenstraße 9a bekam die alte Lehr- und Schausammlung einen ca. 200 m² großen neuen Ausstellungsraum. Damit konnte die wertvolle Sammlung historischer Ackergeräte und Pflüge dem Publikum wieder dauerhaft zugänglich gemacht werden.

1972 wurde das DLM, auch als Nachfolder des 1945 untergegangenen „Landwirtschaftlichen Museum“ in Berlin, offiziell gegründet und dafür die Ausstellungsfläche am Standort Garbenstraße erweitert.

Seither konnte das DLM durch den Bau weiterer Gebäude kontinuierlich vergrößert werden. Zusammen mit den drei neuen Schauhallen am DLM-Standort Filderhauptstraße 179 kann das DLM derzeit auf 5.700 Quadratmetern überdachte Fläche seinen Besuchern Agrargeschichte präsentieren.

Hohenheimer Modellsammlung, 1903
(c) Uniarchiv Hohenheim

Hohenheimer Ackergerätefabrik

Um die Gerätschaften, die sich in der 1818 gegründeten Hohenheimer landwirtschaftlichen Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt auf dem Feld bewährt hatten, in Serie nachzubauen und zu verbreiten, wurde 1819 die Hohenheimer Ackergerätefabrik gegründet. Sie gilt als erste industrielle Fertigungsstätte für landtechnische Arbeitsmittel in Deutschland.

In den „Nachrichten über Würtembergs andwirthschaftliche Unterrichts- und Versuchs-Anstalt zu Hohenheim“ wurden 1827, S. 75f., die Aufgaben der Ackergerätefabrik genau beschrieben:

„Der Zweck der hiesigen Acker-Geräthe-Fabrik ist einmal, alle für die Instituts-Wirthschaft, so wie die zu besondern Versuchen und Verrichtungen erforderlichen Maschinen und Werkzeuge in möglichster Vollkommenheit auszufertigen, neu ersonnene Verbesserungen an solchen Orten anzubringen etc. und zweitens um allen Landwirthen, welche von der Zweckmäßigkeit eines hier gebräuchlichen Werkzeugs sich überzeugt haben, die Gelegenheit zu geben, nicht nur solches erhalten zu können, sondern auch die Gewähr, daß das gewünschte Instrument vollkommen gut und richtig verfertigt sey, weßwegen kein Werkzeug abgeliefert wird, welches nicht durch reine vorläufige, genau Prüfung von seiner Güte und Brauchbarkeit den Beweis gegeben hat.“

Erste Verkaufskataloge der Hohenheimer Ackergerätefabrik

Preis-Verzeichnis 1834

Preis-Verzeichnis 1842

Erster Sammlungskatalog der Hohenheimer Werkzeug- und Modellsammlung

Verzeichnis 1834

Historische Sammlung

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