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Melken und Milchverarbeitung
Seit der Mensch Tiere domestiziert, hat er von Schafen, Ziegen und Kühen nicht nur Fell und Fleisch, sondern auch Milch gewonnen. Ähnlich wie das Schlachten und Gerben, war über Jahrtausende hinweg das Melken reine Handarbeit. Bis zu 500 Handgriffe waren pro Melkvorgang erforderlich. Erst der mechanische Milchentzug brachte eine wesentliche Arbeitserleichterung und konnte den Vorgang deutlich beschleunigen. Pulsator, Vakuumpumpe und Zitzenbecher mussten aber erst erfunden und im Zusammenspiel gut aufeinander abgestimmt werden, um der Melktechnik zum Durchbruch zu helfen. Diese wesentlichen Bausteine waren zwar schon vor über 100 Jahren bekannt, richtig praxisreif war die Melkmaschine aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele technische Hürden mussten überwunden werden, um die Gefahr von schmerzhaften Verletzungen am Euter auszuschließen. Im DLM dokumentiert die Abteilung „Melktechnik im Wandel der Zeit“ anhand vieler Exponate den langen Weg von der einfachen Milchkanne bis zum High-Tech Melkroboter.